Confessions of a Dangerous Mind

Ich mag semi- oder pseudobiografische Geschichten. Insbesondere wenn sie so unterhaltsam und zugleich visuell ansprechend inszeniert sind. Zugegebenermassen, George Clooney hat bei seinem Regiedebüt eindeutig auf den Stil seines Kollegen Steven Soderberg zurückgegriffen. Aber wie man so schön sagt – lieber gut geklaut als schlecht erfunden.

Der Hauptgrund, diesen Film zu schauen ist sein Hauptdarsteller: Sam Rockwell in der Rolle des Chuck Berris. Wer «The Green Mile» gesehen hat, kann sich vielleicht noch daran erinnern, wie herrlich abscheulich Rockwell den Wild Bill gespielt hat. Ziemlich arrogant und irgendwie immer etwas unangemessen ist er auch in diesem Film, doch der Charakter des Chuck Berris zieht einem eindeutig in seinen Bann. Allein seine Mimik ist unbezahlbar. Irgendwie sieht er zwar immer etwas dumm aus der Wäsche, als wisse er nicht ganz, wie ihm im Film eigentlich geschieht, gerade dies verleiht ihm jedoch einen Art Souveränität, die den Film und den Verlauf der Geschichte unterstützt und Berris als Identifikationsfigur erst möglich macht.

Ansonsten spielen alle bekannteren Schauspieler ihr gewohntes Spiel. Wenn man «Out of Sight» und «Ocean’s Eleven» gesehen und vor allem gemocht hat, wird man sich wie bei alten Bekannten vorkommen. Sogar Brad Pitt hat einen Gastauftritt und geniesst es wieder einmal einfach, Brad Pitt zu sein.

Archives | First published: January 1, 2003

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