King Kong

King KongMach mir den Affen

Hurrrrrrraa! Selten so gut geschlafen wie in der Nacht auf heute. Während mir sein Brüllen noch in den Ohren klingt, kann ich dank Kong dem kommenden Jahresende beruhigt entgegenblicken, denn nach allerlei Schund und Enttäuschungen findet das Kinojahr 2005 mit Peter Jackson’s ‘King Kong’ ein ebenso bombastisches wie geglücktes Ende. Nicht selten wurde ich grade durch die am dringendsten erwarteten Knüller am meisten enttäuscht. Nicht so ‘King Kong’.

Sicher, der Film ist nicht perfekt, und hätte ich nicht all meine schlechte Laune auf den Abstinker des Jahres ‘The Chronicles of Narnia’ projiziert (und das zurecht), würde mein Review zu ‘King Kong’ wohl nicht ganz so überschwänglich ausfallen. Ich könnte vieles kritisieren. Beispielsweise die dünne Handlung oder die Effekte, die sich nicht immer ganz nahtlos in den Rest des Geschehens einbinden (oder müsste man sagen, der Rest des Geschehens, der sich nicht immer ganz in die Effekte einfügt?). Aber was soll’s? Jetzt habe ich so lange auf den Affen gewartet, da soll nur irgend ein Kulturattaché kommen, und versuchen, mir den Streifen madig zu machen. Der gute Herr Jackson hat uns tausende von Stunden ‘The Lord of the Rings’ geschenkt, und nun erfreut er unsere Augen und Ohren erneut mit nicht zu knappen drei Stunden affigem Popcorn Kino. What’s not to like? Obwohl die CGI Orgie vom allerfeinsten ist, könnte man auch mäkeln, es sei mit einer etwas zu grossen Kelle angerichtet worden, und viele der Effektszenen seien überflüssig. Aber nein, auch das werde ich nicht tun; nein, ich werde mir diesen Spass nicht verderben lassen.

Mitunter für meine Sturheit verantwortlich sind die Schauspieler des Films. Zu behaupten, ‘King Kong’ sei am besten, wenn weder Affe noch sonst irgendwelches Getier auf der Leinwand erscheint, wäre angesichts der Effektfülle etwas übertrieben, trotzdem ist es der sorgfältigen Einführung und Verkörperung der Hauptcharaktere, allen voran Jack Black und Naomi Watts und dann noch mal Jack Black, zu verdanken, dass nach der ersten, eher ruhigen halben Stunde ohne Rücksicht auf Verluste geklotzt werden kann, was das Zeug hält. (Mit der mir durch den Staat Kalifornien übertragenen Vollmacht nominiere ich hiermit übrigens Jack Black als bester Jack Black in einem Film mit Jack Black für einen Academy Award.) Darauf gibt’s ein überaus gelungenes Ende und einen zwar harmlosen, aber passenden Score.

‘King Kong’ ist also absolutes Pflichtprogramm für alle; nicht nur, um ‘The Chronicles of Narnia’ an den Box Offices versauern zu lassen.

Archives | First published Dec 15, 2005

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