Lord of War

Lord of WarAbt.: Frieden schaffen,… mit Waffen!

Nun ja, aufgrund der Qualität von ‘Lord of War’ hätte ich mir ja wirklich mehr Zeit nehmen müssen, mir einen etwas ausführlicheren Bericht über den Film aus den Fingern zu saugen… Aber eben, die Zeit.

Drum lass ich’s mal bei einem einfachen Imperativ bewenden: ‘Lord of War’ sollte man nicht verpassen! Keiner der in diesem jahr nicht gerade unzahlreichen US-kritischen Filme vereint Unterhaltung, Zynik und kritischen Anspruch so gekonnt wie ‘Lord of War’. Der Film bringt den nötigen Witz mit sich, um die ganze Sache nicht so staubtrocken wie die Wüsten Szenen in ‘Syriana’ versanden zu lassen und zeichnet auch nicht ganz so schwarz-weiss wie dies ‘Good Night and Good Luck’ tut. Das ganze kommt dafür tief-grau daher, umso mehr, da man eigentlich die ganze Zeit mit dem bösen Buben mitfiebert. Ein in letzter Zeit ebenso beliebter wie erfolgreicher Kniff die Identifikationsfiguren diametral zur moralischen Common Sense zu setzen. Es mag stimmen, dass all die genannten Filme sehr ernste Themen behandeln, doch meist wird einem der Zugang zum Stoff doch erst durch den nötigen Witz so richtig schmackhaft gemacht.

Dazu gibt’s endlich wieder einmal einen überzeugenden Nicolas Cage, dem ich die Abwechslung eines künstlerischen Erfolges nach vermurkstem Zeug wie ‘National Treasure’ oder Lisa Marie Presley wirklich gönne. Ethan Hawke, von dem ich bis heute nicht weiss, ob das ‘e’ am Schluss stumm ist oder nicht, spielt dazu schon fast gewohnt brillant wie immer.

Was soll ich noch mehr schreiben? Gekonnte Inszenierung, originelle Story, dazu Anspruch und Kritisches Gedankengut… Was will man mehr? Anschaun! Kritischer und besser wird’s in diesem Kinomonat nur noch in ‘V for Vendetta’.

Archives | First published Mar 11, 2006

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