The Terminal

The TerminalEs wird wieder kälter in unseren Breiten. Die Blätter fallen von den Bäumen, der Nebel setzt sich in den Tälern und die bedrückte Stimmung in den Herzen der Fussgänger fest. Der Herbst ist da. Doch während der eben noch so farbenfrohe Wald immer karger und das Wetter immer grauer wird, spielbergelt es auch wieder in den Kinosälen. Der verträumte Meisterregisseur bringt uns in dieser kalten Zeit etwas fürs Gemüt: ‚The Terminal’.

Wenn draussen die Tage kürzer und in den muffigen Wartesälen die Gesichter länger werden, tut es richtig gut, sich in der lichtdurchfluteten Ankunftshalle des JFK Airports zusammen mit Viktor Navorski (hervorragend gespielt von Tom Hanks) aufzuwärmen und mitzuerleben, wie Spielberg aus einer eigentlich belanglosen Geschichte ein herzerwärmendes und vor allem amüsantes Stück über Einsamkeit und Freundschaft, Menschlichkeit und Pflichterfüllung, Jazz und ausgestopfte Fische zaubert.

Nach Spielbergs doch eher actionlastigem ‚Minority Report’ findet er mit ‚Catch me if you can’ und nun mit ‚The Terminal’ wieder zu seiner genüsslich-phantasievollen Erzählweise zurück und liefert ein herrliches Stück Unterhaltungskino ab. Vor allem den Darstellern, Dialogen und den meisterhaften Kameraarbeit und Montage ist es zu verdanken, dass der Film sich gegen Ende von der 08:15 Komödie zu einer Art verfrühtem Weihnachtsmärchen entwickelt, dem es nicht an literarischen Motiven und Anspielungen fehlt, denn zeitweise wähnte ich mich sogar an Elemente aus Homers Odyssee oder Don Quichotte erinnert.

Vor allem Tom Hanks, einige witzige Einfälle und der feine Humor machen den Film auf jeden Fall sehenswert. Denn ob es in ‚War of the Worlds’ ebenfalls wieder so schön spielbergelt, bezweifle ich. Dann wird wohl eher wieder gecruist.

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